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Handchirurgie

 

 

Erkrankungen an den Händen stellen aufgrund der komplexen Anatomie eine besondere Herausforderung dar. Die herausragende Bedeutung unserer Hände wird uns häufig erst dann bewusst, wenn einzelne Funktionen durch Erkrankungen eingeschränkt sind.


Die Handchirurgie umfasst akute Verletzungen und deren Folgeerkrankungen, degenerative Erkrankungen wie Arthrosen, zudem Nervenengpasssyndrome an der Hand und am Arm sowie Fehlbildungen an der Hand. Diese Erkrankungen können entweder konservativ oder operativ behandelt werden. Operationen an der Hand sollten aufgrund der hohen Komplexität nur durch besonders ausgebildete und spezialisierte Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Handchirurgie“, durchgeführt werden.

 

 

 

 

 

Eine handchirurgische Behandlung in der OCM

 

 

Während der ersten Vorstellung wird in der Regel bereits eine Diagnose gestellt und wenn möglich eine konservative Behandlung eingeleitet. Sollten bildgebende Untersuchungen wie Sonographie oder Röntgen notwendig sein, können diese in der OCM erfolgen, auch eine MRT Untersuchung kann je nach Terminsituation durchgeführt werden.

 


 

     

Patienten mit handchirurgischen Erkrankungen werden in der OCM von 3 Handchirurgen (Dr. Bracker, Prof. Dr. Jung, Dr. Massing) behandelt.

 


 

 

Sollte eine operative Behandlung notwendig sein, erfolgt im Rahmen der Erstvorstellung häufig bereits die chirurgische Aufklärung und eine Terminplanung. Die Operationen selbst werden ambulant in unseren eigenen ambulanten OP Räumen im 1. Stock der OCM oder stationär in der SANA Klinik Sendling durchgeführt.

 

Neben Verletzungen der Hand durch Stürze, Quetschungen oder Schnittverletzungen gibt es eine Reihe von Erkrankungen, welche eine ärztliche Behandlung notwendig machen: so z. B. die Dupuytren'sche Kontraktur, Arthrosen im Bereich der Hand, das Carpaltunnelsyndrom oder der schnellende Finger ("Schnappfinger").

 

 

   

Dupuytren’sche Kontraktur


Diese Bindegewebserkrankung beginnt meist mit einer Knotenbildung in der Hohlhand. Über Jahre entwickelt sich ein derber Strang entlang des Fingers, der die Streckung im Grund- und Mittelgelenk verhindert. Da die Veränderung langsam erfolgt und schmerzlos ist, stört sie lange Zeit kaum. Erst spät behindert die Beugestellung des Fingers bei manuellen Tätigkeiten und z.B. bei der persönlichen Hygiene.


Die Behandlung erfolgt operativ in einem ambulanten Eingriff - jedoch erst dann, wenn die Beugestellung behindert.

 


 

   

Rheumachirurgie


Die Hände und Handgelenke sind bei Vorliegen von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ("Rheuma") häufig betroffen. Die hieraus resultierenden Fehlstellungen, beeinträchtigen die Funktion der Hand erheblich.


Die Behandlung unterscheidet vorbeugende und wiederherstellende Eingriffe. Zu den vorbeugenden Eingriffen gehört die Ausschälung der entzündeten Gelenkinnenhaut, die häufig arthroskopisch durchgeführt wird. Wiederherstellende Eingriffe dagegen ersetzen (z.B. Silastik-Swanson Prothesen) oder stabilisieren (z.B. radio-lunäre Versteifung) zerstörte Gelenke.

 

 

   

Handgelenksarthrose


Arthrosen im Bereich des Handgelenkes treten meist als Folge einer früheren Verletzung auf (z.B. übersehener Kahnbeinbruch oder Bandverletzung). Diese "posttraumatischen Arthrosen" können oft durch Teilversteifungen im Bereich der Handwurzelgelenke behandelt werden. Hierdurch bleibt eine Restbeweglichkeit des Handgelenkes erhalten. Bei ausgeprägten Arthrosen ist eine komplette Versteifung (Arthrodese) oder in Ausnahmefällen der Einbau eines Kunstgelenkes (Handgelenksendoprothese) sinnvoll.

 

 

   

Daumensattelgelenkarthrose


Die Beschwerden treten anfangs sporadisch, dann zunehmend an der Daumenbasis z.B. beim Öffnen von Schraubgläsern auf. Als Ursache wird die Bandlockerung zwischen Daumen und Zeigefingerstrahl angesehen, welche zur Fehlbelastung und damit zum Knorpelabrieb führt.


Konservative Maßnahmen (Daumenschiene, Handtherapie, Medikamente) lindern zunächst gut die Beschwerden. Ausgeprägte Arthrosen können durch Entfernen des großen Vieleckbeines ("Trapezektomie") oder in ausgewählten Fällen durch Einbau einer Daumensattelgelenksprothese behandelt werden.

 

 

   

Fingermittelgelenkarthrose (Bouchardarthrose)


Der Verschleiß der Fingermittelgelenke führt zu einer spindelförmigen Verdickung, welche nicht zwingend Schmerzen bereitet. Bei Beschwerden können konservative Maßnahmen wie Medikamenteneinnahme oder lokale Spritzen den Schmerz eindämmen. Operativ steht die Versteifung dem Ersatz des Fingermittelgelenkes (Silastic Swanson Platzhalter oder echte Endoprothese) gegenüber. Beide Verfahren weisen Vor-  und Nachteile auf, welche zur Therapieentscheidung individuell gegeneinander abgewogen werden müssen.

 

 

   

Carpaltunnelsyndrom


Es liegt eine Einklemmung des Mittelhandnerven (Nervus medianus) im beugeseitigen Handgelenkskanal ("Carpaltunnel") vor, welche sich durch Nachtschmerzen sowie durch Einschlafen der ersten drei Finger äußert. Häufig ist auch die Feinmotorik gestört.


Leichte Fälle werden z.B. durch eine Nachtlagerungsschiene behandelt. Bei längeren Beschwerden und passendem nervenärztlichen Befund ist die operative "Spaltung" des queren Handgelenksbandes über dem Carpaltunnel sinnvoll. Diese wird in der OCM über einen kleinen Hautschnitt in örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt.

 

 

   

"Schnellender Finger"


Dieser äußert sich durch teils schmerzhaftes, teils schmerzloses Schnappen beim Beugen und Strecken des betroffenen Fingers. In fortgeschrittenen Stadien ist eine vollständige Blockierung der Streckung und Beugung möglich.


Frühe Krankheitsverläufe können durch eine Kortisoninjektion erfolgreich behandelt werden. Bei fortbestehenden Beschwerden oder schon lange andauerndem Schnappphänomen wird in einem ambulanten Eingriff das Ringband in örtlicher Betäubung gespalten.

 

 

   

Frakturen im Bereich der Hand


Brüche im Bereich des Unterarms und der Hand sind sehr häufig und werden regelmäßig durch die Handchirurgen in der OCM versorgt.


Etliche Brüche können dabei durch eine adäquate Ruhigstellung behandelt werden, andere Brüche müssen zwingend operativ versorgt werden.


Zu den häufigsten Brüchen zählen:

 

- Speichenbruch (Radiusfraktur)
- Kahnbeinbruch (Skaphoidfraktur)
- Mittelhandknochenbruch (Metacarpalefraktur)
- Fingergrundglied- /mittelglied- / endgliedbruch

 

 

   

"Skidaumen"


Dieser entsteht durch den Sturz auf den abgespreizten Daumen (Skistock!) wobei das kleinfingerseitige Band am Daumengrundgelenk reißt. Dieser Bandriss kann unbehandelt in einer schmerzhaften Instabilität des Daumengrundgelenkes enden. Frische Risse des Bandes können häufig durch eine 4 wöchige Ruhigstellung in einem Daumengips ausbehandelt werden. Veraltete Verletzungen und spezielle Rissformen hingegen bedürfen einer ambulanten operativen Therapie. Auch hieran schließt sich eine 3-4 wöchige Ruhigstellung an.

 


 

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