Handchirurgie: Handspezialisten in München

Erkrankungen an den Händen stellen aufgrund der komplexen Anatomie eine besondere Herausforderung dar. Die herausragende Bedeutung unserer Hände wird uns häufig erst dann bewusst, wenn einzelne Funktionen durch Erkrankungen eingeschränkt sind. Die Handchirurgie umfasst akute Verletzungen und deren Folgeerkrankungen, degenerative Erkrankungen wie Arthrosen, zudem Nervenengpasssyndrome an der Hand und am Arm sowie Fehlbildungen an der Hand. Diese Erkrankungen können entweder konservativ oder operativ behandelt werden. Operationen an der Hand sollten aufgrund der hohen Komplexität nur durch besonders ausgebildete und spezialisierte Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Handchirurgie“, durchgeführt werden.

Handchirurgie in München: kompetente Medizin auf Augenhöhe

Die Hand ist ein vielseitig einsetzbares Werkzeug: auch bei scheinbar alltäglichen Bewegungen wie Halten und Greifen spielen 27 Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder und Nerven auf komplizierte Weise zusammen. Eine umfassende Diagnose und ausführliches Beratungsgespräch mit Ihrem behandelnden Arzt stehen bei uns vor jeder Behandlung. Schon kleine Eingriffe können große Wirkung zeigen. Bevor wir einen chirurgischen Eingriff vornehmen, behandeln wir Ihre Verletzung oder Erkrankung – wenn möglich – zuerst mit Hilfe konservativer Methoden. Sollte ein chirurgischer Eingriff nicht zu vermeiden sein, können Sie sich beim OCM auf die hohe Fachkompetenz auf dem Feld der Handchirurgie und die Sorgfalt unserer Operateure verlassen.

Spezialisten für Handchirurgie

Bei unseren Handspezialisten, die internationalen Ruf genießen, handelt es sich um:

  • Prof. Dr. med. Martin Jung

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Handchirurg und orthopädischer Rheumatologe. Der D-Arzt für Arbeits- und Schulunfälle führt jedes Jahr bis zu 800 Eingriffe durch und hat zahlreiche Spezialgebiete, zu denen unter anderem die Arthrosen und rheumatischen Veränderungen an den Fingergrund- und -mittelgelenken sowie der Daumensattelgelenke ebenso zählen wie akute und chronische Verletzungen der Handwurzel und des Handgelenkes sowie die Endoprothetik und Arthroskopie der Handgelenke.

  • Dr. med. Christian Massing

Facharzt für Orthopädie, Handchirurg. Er führt jährlich etwa 600 Eingriffe durch. Seine Spezialisierung sind unter anderen degenerative Erkrankungen der Hand- und Fingergelenke sowie akute Verletzungen der Hand und des Handgelenkes unter Verwendung endoskopischer und offener Verfahren. Er führt zudem versiert die Implantation von Handgelenkendoprothesen durch.

Die Fachärzte sind stets über neue Entwicklungen rund um die Handchirurgie informiert. So sind Prof. Jung und Dr. Massing Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie, Prof Jung ist hierbei im erweiterten Vorstand tätig. Prof. Jung und Dr. Bracker sind zudem in der „Deutschen Interessengemeinschaft für ambulante Handchirurgie“ (DIAH) aktiv, Dr. Bracker als Teil des Vorstands.

Prof. Jung übernimmt seit 2005 darüber hinaus die wissenschaftliche Organisation des jährlichen „Frühjahrssymposiums der Sektion Hand- und Mikrochirurgie der DGOOC“ in Wengen in der Schweiz.

Dank dieser intensiven Spezialisierung auf dem Gebiet der Handchirurgie kann Ihnen die OCM eine qualifizierte Behandlung auf höchstem medizinischen Niveau bieten.

Karpaltunnelsyndrom und andere häufige Handerkrankungen

Unsere Spezialisten haben mit zahlreichen unterschiedlichen Erkrankungen der Hand zu tun und begegnen jedem Fall mit hoher Professionalität, großer Aufmerksamkeit und dem nötigen Fachwissen. Zu den am häufigsten in der OCM behandelten Beschwerden zählen:

  • Karpaltunnelsyndrom: Bei Patienten, die unter einem Einschlafen der ersten drei Finger, Nachtschmerz oder einer Störung der Feinmotorik leiden, kann der Mittelhandnerv (Nervus medianus) im Karpaltunnel (dem beugeseitigen Handgelenkskanal) eingeklemmt sein. Behandlungsmethoden: Als konservative Methode kommt bei leichten Fällen das Tragen einer Nachtlagerungsschiene infrage. Wenn die Beschwerden nicht nachlassen und entsprechende nervenärztliche Befunde vorliegen, kann es sinnvoll sein, das quere Handgelenksband über dem Karpaltunnel zu spalten. Dieser Eingriff wird im OCM unter örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt.
  • Daumensattelgelenkarthrose: Diese Arthrose tritt vermehrt bei Frauen auf (70 % der Betroffenen) und ist auf eine Bandlockerung zwischen Zeigefingerstrahl und Daumen zurückzuführen. Diese sorgt für eine Fehlbelastung und führt schließlich zum Knorpelabrieb und damit häufig zu deutlichen Schmerzen. Behandlungsmethoden: Zu den konservativen Methoden gehören Handtherapie, das Tragen einer Daumenschiene und die Einnahme von Medikamenten. Bei ausgeprägten Daumensattelgelenkarthrosen kann die Entfernung des großen Vieleckbeines (Trapezektomie) oder der Einbau einer Prothese angebracht sein.
  • Handgelenksarthrose: Diese Art der posttraumatischen Arthrosen tritt zumeist als Folge von Bandverletzungen, übersehenen Kahnbeinbrüchen etc. auf. Behandlungsmethoden: Oft ist eine Behandlung durch eine Teilversteifung im Bereich der Handwurzelgelenke möglich. Auf diese Weise bleibt eine Restbeweglichkeit des Gelenks erhalten. Eine komplette Versteifung (Arthrodese) oder der Einbau einer Handgelenksendoprothese können bei ausgeprägten Arthrosen sinnvoll sein.
  • „Schnellender Finger“: Als „schnellender Finger“ bezeichnet man das Schnappen (schmerzhaft oder schmerzlos) beim Strecken oder Beugen eines Fingers aufgrund einer Sehnenscheidenentzündung ¬– bis hin zur vollständigen Blockierung der Bewegung. Behandlungsmethoden: Wenn die Gabe von Kortisoninjektionen nicht erfolgreich ist, wird das Ringband im Rahmen eines ambulanten Eingriffs gespalten.
  • „Skidaumen“: Wenn beim Sturz auf den abgespreizten Daumen das kleinfingerseitige Band am Daumengrundgelenk reißt, entsteht ein sogenannter Skidaumen. Wenn dieser Riss nicht behandelt wird, kann dies zu einer schmerzhaften Instabilität des Daumengrundgelenkes führen. Behandlungsmethoden: Wenn der Bänderriss frisch ist, kann er oft durch das Tragen eines Daumengipses in vier Wochen ausbehandelt werden. Spezielle Rissformen oder veraltete Verletzungen bedürfen einer ambulanten operativen Therapie, an die sich eine Ruhigstellung von drei bis vier Wochen anschließt.
  • Dupuytren’sche Kontraktur: Hierbei handelt es sich um eine Bindegewebserkrankung, die sich zunächst in einer Knotenbildung in der Hohlhand äußert. Die Erkrankung schreitet sehr langsam fort – im Laufe der Jahre bildet sich ein derber Strang entlang des Fingers. Dieser verhindert die Streckung im Mittel- und/oder Grundgelenk und behindert dadurch manuelle Tätigkeiten. Behandlungsmethode: Wenn die Streckunghemmung des Fingers im Alltag störend wird, erfolgt ein ambulanter operativer Eingriff mit Entfernung des verdickten Faszienstranges.
  • Rheumachirurgie: Bei Rheuma (entzündlich-rheumatischen Erkrankungen) sind Handgelenke und Hände oft betroffen und führen zu Fehlstellungen, die die Handfunktion beeinträchtigen. Behandlungsmethoden: Einer der vorbeugenden Eingriffe ist die oft arthroskopisch ausgeführte Ausschälung der entzündeten Gelenkinnenhaut. Zu den wiederherstellenden Eingriffen gehören diejenigen, die zerstörte Gelenke stabilisieren (beispielsweise eine Teilversteifung des Handgelenkes) oder durch Silicon Platzhalter (Swanson-Platzhalter) ersetzen.
  • Fingermittelgelenkarthrose (Bouchardarthrose): Beim Verschleiß von Fingermittelgelenken kann es zu einer spindelförmigen Verdickung kommen, die unter Umständen Schmerzen verursacht. Gleichzeitig findet sich meist eine deutliche Einschränkung der Fingerbeweglichkeit. Behandlungsmethoden: Wenn es zu Beschwerden kommt, können Schmerzen durch lokale Spritzen oder Medikamente eingedämmt werden (konservative Methoden). Die beiden operativen Optionen sind die Versteifung oder der Ersatz des Fingermittelgelenkes durch ein künstliches Gelenk (Endoprothese).
  • Frakturen im Bereich der Hand: Im OCM werden regelmäßig Brüche im Bereich der Hand oder des Unterarms versorgt. Behandlungsmethoden: Zahlreiche Brüche werden durch eine Ruhigstellung behandelt. Spezielle Bruchformen müssen hingegen operativ versorgt werden. Zu den häufigsten Brüchen zählen: Radiusfraktur (Speichenbruch), Skaphoidfraktur (Kahnbeinbruch), Metacarpalefraktur (Mittelhandknochenbruch), Fingergrundgliedbruch, Fingermittelgliedbruch.

Bei der Diagnose Ihrer Erkrankung können Sie sich nicht nur auf die Expertise unserer Fachärzte, sondern ebenfalls auf die modernsten bildgebenden Verfahren – Kernspintomographie (MRT), digitales Röntgen und Ultraschall –, die bei uns routinemäßig zum Einsatz kommen, verlassen.

Bei Ihren Experten für Handchirurgie: Beratungstermin vereinbaren

Konnten wir Sie überzeugen? Rufen Sie uns einfach an oder schicken Sie uns eine E-Mail, um einen Beratungstermin mit einem Experten für Handchirurgie zu vereinbaren. Dieser stellt aufgrund der von Ihnen beschriebenen Krankengeschichte, der körperlichen Untersuchung und der bildgebenden Befunde im Laufe Ihres ersten Besuchs eine Diagnose oder bestätigt bereits bestehende Diagnosen. Mögliche Ursachen einer Erkrankung oder der Verlauf Ihrer Verletzung werden hier ebenso besprochen. Zu diesem Erstgespräch bringen Sie bitte alle Dokumente mit. Dazu gehören neben den Befundberichten auch eventuell vorhandene MRT- oder Röntgenbilder. Wir freuen uns auf Sie!