Wirbelsäulenspezialisten München, menschlicher Rücken, unbekleidet, links im Bild, Wirbelsäule farblich markiert

Wirbelsäulenspezialisten in München

Rückenschmerzen und Erkrankungen der Wirbelsäule gehören heute zu den am weitesten verbreiteten Volkskrankheiten. So sorgen etwa Bandscheibenvorfälle, Spinalkanalstenosen oder Verschleißerkrankungen für Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Bei dauerhaften Beschwerden sollten Sie einen Facharzt aufsuchen und die Ursache abklären. 

Die Spezialisten im Wirbelsäulenzentrum der OCM behandeln Rückenprobleme auf Basis einer fundierten Diagnostik. Eine umfassende und ganzheitliche Behandlung umfasst die gründliche Vor- und Nachsorge sowie eine individuell auf die Anforderungen der Patienten abgestimmte Therapiemethode. So klären wir im Rahmen eines ausführlichen Erstgespräches genau ab, welcher Natur die Beschwerden sind, um die weitere Vorgehensweise festzulegen. Im Verlauf einer ausführlichen Diagnostik finden wir heraus, wo die Ursachen der Probleme liegen und entwickeln daraufhin einen passenden Behandlungsplan. Liegen alle Untersuchungsergebnisse vor, entscheiden wir gemeinsam mit dem Patienten, ob eine konservative Therapie sinnvoll erscheint oder ein minimal-invasives Operationsverfahren angezeigt ist. 

Wirbelsäulenspezialisten München, älterer Mann auf Sofa sitzend, Blick aus dem Fenster, seitliche Ansicht, beide Hände wegen Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich

Bandscheibenvorfall

Beim Bandscheibenvorfall als einem der häufigsten Schäden an der Wirbelsäule tritt Gallertgewebe aus dem Bandscheibenzentrum in den Wirbelkanal aus und drückt auf eine oder mehrere Nervenwurzeln. An der Lendenwirbelsäule äußern sich Bandscheibenvorfälle durch tiefsitzende Rückenschmerzen, die meist einseitig ins Bein ausstrahlen; an der Halswirbelsäule führen sie zu Nackenschmerzen, die meist einseitig in den Arm ausstrahlen.

Ungefähr 70 Prozent der Bandscheibenvorfälle heilen unter konservativer Behandlung mit Physiotherapie, Medikamenten und Infiltrationen aus. Andernfalls kann der Bandscheibenvorfall minimal-invasiv entfernt und die irritierte Nervenwurzel befreit werden. In der OCM führen wir diese Operation mikrochirurgisch durch und entfernen den Bandscheibenvorfall über einen kleinen Schnitt. Diese Technik ist schonend und minimiert das Risiko von Narbenbeschwerden.

Bei wiederkehrenden Bandscheibenvorfällen ist die Implantation einer künstlichen Bandscheibe, einer sogenannten Bandscheibenendoprothese, zu erwägen. Dies ist sowohl an der Halswirbelsäule als auch an der Lendenwirbelsäule möglich.

Patientin von hinten, beide Hände am unteren Rücken, Röntgenbild im Hintergrund, vorn rechts im Bild Hände eines Arztes mit Wirbelsäulenmodell

Spinalkanalstenose

Die Spinalkanalstenose tritt meist in der zweiten Lebenshälfte auf. Sie entsteht durch Verschleiß an Wirbelbogengelenken und Bandscheiben sowie der daraus resultierenden Verengung des Wirbelkanals. Es kommt in der Lendenwirbelsäule zur Kompression der Nervenwurzeln, in der Halswirbelsäule zur Bedrängung des Rückenmarks. Die Engstellen im Wirbelkanal können angeboren sein; häufiger entstehen sie durch Verschleiß. 

Die Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule führt dazu, dass nach kurzer Geh- oder Stehdauer Schmerzen in der Lendenwirbelsäule und ein Schweregefühl in den Beinen auftreten. Nach kurzer Sitzpause bessern sich diese Beschwerden. Häufig rauben auch nächtliche Beschwerden den Schlaf. Eine Stenose der Halswirbelsäule führt zu Gangunsicherheit und sogar zu Lähmungen. Die Ursache der Beschwerden ist mechanischer Natur und wird daher auch mechanisch, also operativ behoben. An der Lendenwirbelsäule wird der Spinalkanal minimal-invasiv erweitert; an der Halswirbelsäule wird die Spinalkanalerweiterung in der Regel mit der Implantation einer Bandscheibenendoprothese oder einer Versteifung verbunden.

Arzt untersucht mit beiden Händen unbekleideten Rücken eines Patienten, Oberkörperansicht

Wirbelgleiten

Beim Wirbelgleiten verschieben sich Wirbelkörper gegeneinander. Dadurch kann es zu Nervenirritationen mit Schmerzausstrahlung ins Bein oder zu instabilitätsbedingten Schmerzen kommen. Wenn der Gleitvorgang erheblich ist, kann sich eine Spinalkanalstenose entwickeln. Das Wirbelgleiten kann angeboren sein. Meist sind hier knöcherne Defekte im Bereich der Wirbelbögen zu beobachten. Auch verschleißbedingte Verschiebungen zwischen den Wirbelkörpern können die Ursache sein. Der Verschleiß geht meist von der Bandscheibe aus und bezieht auch die Gelenke und Bänder mit ein.

In der Jugend verursacht das Wirbelgleiten in der Regel keine oder nur geringe Symptome. Im Erwachsenenalter kommt es häufiger zu Beschwerden wie tiefsitzenden Rückenschmerzen oder Schmerzausstrahlungen in die Beine. Das Wirbelgleiten ist ein mechanisches Problem, das dauerhaft nur operativ gelöst werden kann. Vorübergehende Besserungen können durch Physiotherapie und medizinische Trainingstherapie erreicht werden. Operativ ist die Versteifung des instabilen Bewegungssegments die Therapie der Wahl.

Arzt in weißem Kittel, nicht vollständig sichtbar, mit Modell einer Wirbelsäule, in der rechten Hand ein Kugelschreiber zu Demonstrationszwecken

Bandscheibenverschleiß

Von einem Bandscheibenverschleiß ist jeder Mensch in der zweiten Lebenshälfte betroffen. Wenn das Problem sich langsam und ohne Instabilität einstellt, wird es in der Regel gut toleriert. Schnell auftretender Bandscheibenverschleiß führt dagegen häufig zu starken Beschwerden. Die Qualität der Bandscheiben ist genetisch angelegt; ihr Verschleiß wird durch Stoffwechselerkrankungen oder Rauchen stark beschleunigt. Typische Symptome sind morgendliche Anlaufschmerzen, Schmerzen bei Lagewechsel und nach Belastung.

Bei der Behandlung haben zunächst konservative Maßnahmen wie die medizinische Trainingstherapie Vorrang. Sind diese nicht ausreichend erfolgreich, kann die Implantation einer Bandscheibenendoprothese sinnvoll sein. Dieser Eingriff ist sowohl im Bereich der Halswirbelsäule als auch der Lendenwirbelsäule möglich. Ziel ist eine nachhaltige Besserung der Beschwerden sowie das Erhalten der Beweglichkeit.

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